Mit viel Feingefühl und fachlicher Tiefe begleitet Nicole Burtscher Menschen auf ihrem Weg zu mehr Klarheit, innerer Stabilität und persönlicher Entwicklung. In ihrer Arbeit verbindet sie Mentalcoaching mit psychosozialer Beratung und schafft Räume, in denen echte Veränderung möglich wird.
Im Interview spricht sie über die Kraft von Bewusstheit, den Umgang mit inneren Mustern und darüber, wie es gelingt, Schritt für Schritt wieder mehr bei sich selbst anzukommen.
Nicole Burtscher im Interview

Was hat Sie dazu bewegt, Menschen als Mentalcoach und psychosoziale Beraterin auf ihrem Weg zu mehr Klarheit, Stärke und persönlicher Entwicklung zu begleiten?
Mich hat schon immer interessiert, warum manche Menschen trotz belastender Erfahrungen wieder in ihre Kraft finden, während andere das Gefühl haben, immer wieder an denselben Themen hängen zu bleiben.
Ich habe selbst erlebt, wie sehr uns alte Prägungen, innere Überzeugungen und ungelöste Themen beeinflussen können – oft viel stärker, als uns bewusst ist. Und ich habe auch selbst erfahren, wie viel sich verändern kann, wenn man beginnt, sich selbst wirklich zu verstehen.
Genau das hat mich auf diesen Weg gebracht. Ich wollte Menschen nicht nur mit guten Impulsen begleiten, sondern ihnen einen Raum geben, in dem sie sich selbst wieder näherkommen können.
Für mich ist es etwas sehr Wertvolles, wenn jemand erkennt: Ich muss nicht in meinen alten Mustern feststecken. Ich kann etwas verändern. Ich darf meinen eigenen Weg bewusster und freier gestalten.
Viele Menschen fühlen sich durch alte Muster oder innere Blockaden eingeschränkt – wie gelingt es, diese bewusst zu erkennen und Schritt für Schritt zu verändern?
Ich glaube, der erste Schritt ist, überhaupt einmal stehenzubleiben und ehrlich hinzuschauen. Viele Menschen funktionieren über lange Zeit einfach weiter, ohne wirklich wahrzunehmen, was in ihnen vorgeht.
Alte Muster laufen oft ganz automatisch ab. Man reagiert immer wieder ähnlich, zweifelt an sich, passt sich an, setzt keine klaren Grenzen oder hat ständig das Gefühl, nicht gut genug zu sein.
In meiner Begleitung schauen wir gemeinsam darauf, was sich immer wiederholt. Welche Gedanken tauchen auf? Welche Gefühle sind damit verbunden? Was passiert in bestimmten Situationen ganz automatisch? Oft zeigt sich dann, dass hinter dem aktuellen Problem viel ältere Erfahrungen oder tief verankerte Glaubenssätze stehen.
Veränderung beginnt für mich nicht mit Druck, sondern mit Bewusstheit. Wenn jemand erkennt, wie das eigene innere Muster funktioniert, entsteht oft schon der erste wichtige Abstand.
Und genau dort beginnt Entwicklung. Schritt für Schritt können dann neue Erfahrungen gemacht werden – mit mehr Selbstmitgefühl, mehr innerer Klarheit und oft auch mit dem Mut, neue Entscheidungen zu treffen.
Mir ist sehr wichtig, dass diese Methoden nicht theoretisch bleiben, sondern im echten Leben unterstützend sind.
Die Menschen, die zu mir kommen, brauchen keine komplizierten Fachbegriffe, sondern etwas, das sie in ihrem Alltag tatsächlich umsetzen können – im Beruf, in Beziehungen oder in belastenden Situationen.
Deshalb mache ich diese Ansätze bewusst einfach, verständlich und lebensnah. Aus dem Mentaltraining wird zum Beispiel die Frage: Welche Gedanken nähren mich – und welche ziehen mir jeden Tag Energie?
Aus der Positiven Psychologie wird nicht ein oberflächliches „Man muss nur positiv denken“, sondern die bewusste Ausrichtung auf Ressourcen, Sinn und innere Stärken. Und aus der Neurobiologie entsteht ein wichtiges Verständnis dafür, wie sehr unser Nervensystem unser Erleben beeinflusst – vor allem dann, wenn wir unter Stress stehen.
Für mich wird Begleitung dann wirksam, wenn Menschen nicht nur etwas verstehen, sondern es auch spüren und in ihr Leben mitnehmen können. Genau das ist mir wichtig: einfache praktische Impulse, die sich wirklich in den Alltag integrieren lassen.
Nicole Burtscher: Wenn Menschen spüren, dass etwas nicht mehr stimmt

Neben Mentalcoaching bieten Sie auch psychosoziale Beratung und Burnout-Prävention an – mit welchen Themen kommen Menschen am häufigsten zu Ihnen?
Viele Menschen kommen zu mir, weil sie an einem Punkt sind, an dem sie merken: So wie bisher geht es nicht mehr weiter.
Sie sind erschöpft, innerlich angespannt oder haben das Gefühl, nur noch zu funktionieren. Gerade im Bereich Burnout-Prävention erlebe ich oft Menschen, die lange sehr viel getragen haben – für andere da waren, Verantwortung übernommen haben und sich selbst dabei immer mehr verloren haben.
Ein weiteres häufiges Thema ist Orientierung. Viele spüren, dass etwas in ihrem Leben nicht mehr stimmig ist, können aber noch nicht genau benennen, was es eigentlich ist. Dazu kommen oft Themen wie Selbstwert, Abgrenzung, belastende Beziehungen, Ängste, innere Unruhe oder der Wunsch, sich selbst wieder besser zu spüren.
Manche kommen mit einem ganz konkreten Anliegen. Andere sagen einfach: Ich möchte so nicht mehr weitermachen. Und genau das ist oft schon ein ganz wichtiger Anfang.
Systemaufstellungen sind ein besonderer Teil Ihrer Arbeit – was macht diese Methode so wirkungsvoll, wenn es darum geht, Klarheit zu gewinnen und neue Perspektiven zu entwickeln?
Ich erlebe Systemaufstellungen als eine sehr wirksame, wertvolle und tiefgehende Methode, weil sie sichtbar machen, was oft im Verborgenen wirkt. Viele Menschen spüren, dass sie innerlich blockiert sind oder dass es in bestimmten Beziehungen immer wieder zu ähnlichen Dynamiken kommt – aber sie können es mit dem Verstand allein oft nicht greifen.
In einer Aufstellung können genau diese Zusammenhänge sichtbar werden. Das ist oft sehr berührend, weil ein Thema plötzlich nicht nur besprochen, sondern auf einer tieferen Ebene erfahrbar wird. Dadurch entstehen oft Erkenntnisse, die sehr klar und gleichzeitig sehr entlastend sind.
Was ich daran besonders schätze, ist, dass sich neue Perspektiven oft nicht „erdacht“, sondern wirklich erlebt anfühlen. Und genau das kann viel in Bewegung bringen – mehr Verständnis, mehr innere Ordnung und oft auch das Gefühl: Jetzt wird mir klar, worum es wirklich geht.
Können Sie von einem Erlebnis berichten, in dem Ihre Begleitung für jemanden einen spürbaren Wendepunkt im Leben bedeutet hat?
Ich erinnere mich an eine Frau, die zu mir kam und nach außen alles gut im Griff hatte – Beruf, Familie, Alltag, Verantwortung. Innerlich war sie aber sehr erschöpft und hatte das Gefühl, nur noch zu funktionieren.
Ein Satz von ihr ist mir besonders in Erinnerung geblieben: „Ich weiß gar nicht mehr, wer ich eigentlich bin, wenn ich nicht für alle stark bin.“
Im Laufe unserer Begleitung wurde deutlich, wie sehr sie über viele Jahre gelernt hatte, sich anzupassen, durchzuhalten und die eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen. Schritt für Schritt hat sie wieder begonnen, sich selbst ernst zu nehmen, ihre Grenzen wahrzunehmen und auch auszusprechen.
Der Wendepunkt war kein großes äußeres Ereignis, sondern eine innere Veränderung. Sie kam wieder mehr bei sich an. Einige Monate später sagte sie zu mir: „Ich fühle mich endlich wieder lebendig.“
Solche Momente berühren mich sehr, weil sie zeigen, was möglich wird, wenn Menschen sich selbst wieder begegnen und den Mut finden, ihren eigenen Weg ernst zu nehmen.
Über Nicole Burtscher:
Ich bin Nicole Burtscher. Ich bin eine Umsetzerin, eine Mutmacherin und eine Unternehmerin.
Ich arbeite und viel mehr wirke ich. Ich wirke als Coach und Beraterin, weil ich meine größten Talente zur Stärke gemacht habe: Empathie, Intuition, Offenheit und Verbindlichkeit. Ich mache was ich tue mit voller Leidenschaft, aus tiefster Überzeugung und aus Neugier an Menschen und deren Geschichten.
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Akademischer Mentalcoach & Dipl. Lebens- und Sozialberaterin
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