Mehr Nächtigungen, steigende Wertschöpfung und stabile Buchungslage für die Wintersaison
Innsbruck (OTS) –
Das Urlaubsland Tirol bleibt weiterhin stark nachgefragt. Nach fünf von sechs Monaten der aktuellen Sommersaison 2025 verzeichnet die Tiroler Tourismusstatistik ein Plus bei Übernachtungen (+2,3 %) und Gästeankünften (+3,7 %) gegenüber dem Vorjahr. Auch die Wertschöpfung entwickelte sich positiv. Die Branche zeigt sich zuversichtlich für den bevorstehenden Winter – betont aber, dass Stabilität keine Selbstverständlichkeit sei.
Tirol trotzt Herausforderungen und bleibt Reiseziel Nummer eins
Trotz verregnetem Juli und wirtschaftlich schwierigem Umfeld konnte Tirol seine Position als Top-Urlaubsdestination behaupten.
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20,8 Millionen Übernachtungen von Mai bis September (+2,3 %)
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5,9 Millionen Gästeankünfte (+3,7 %)
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durchschnittliche Aufenthaltsdauer: 3,5 Tage (–0,1 Tage)
„Die Gäste verreisen öfter und bleiben kürzer“, erklärt Mario Gerber, Tirols Tourismuslandesrat.
Positive wirtschaftliche Entwicklung
Wertschöpfung wächst inflationsbereinigt um 2 %
Laut einer ersten Berechnung des MCI Tourismus stieg die Wertschöpfung auf 2,63 Milliarden Euro (+2 % real).
Das Tourismusbarometer – eine Umfrage unter Tiroler Unterkunftsbetrieben – bestätigt diesen Trend:
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63 % der Betriebe sind zufrieden mit der Sommersaison
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20 % sogar sehr zufrieden
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12 % zeigen sich nicht zufrieden
„Gute Nächtigungszahlen sind erfreulich – entscheidend ist die Wertschöpfung“, so Gerber. „Die steigenden Kosten bleiben jedoch eine Herausforderung.“
Tirols Tourismus bleibt „Fels in der Brandung“
Trotz Kostensteigerungen und Unsicherheiten bleibt die Branche stabil:
„Wesentlich für die anhaltende Attraktivität Tirols sind die Angebote und das Engagement all jener, die im Tourismus tätig sind. Ihnen gebührt größter Dank“, betont Gerber.
Gleichzeitig fordert er Weitsicht für die Zukunft:
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Nahmärkte bleiben Basis des Tourismus
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Internationalisierung soll Aufenthaltsdauer & Wertschöpfung erhöhen
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Nachhaltige Sicherung des Flughafens Innsbruck als strategische Maßnahme
Nahmärkte als Fundament
Die Sommersaison zeigt klar: Tirols Stärke liegt in der Nähe.
80 % aller Nächtigungen stammen aus den vier Kernmärkten:
| Herkunftsland | Nächtigungen | Veränderung |
|---|---|---|
| Deutschland | 11,9 Mio. | +1,5 % |
| Österreich | 2,0 Mio. | +0,6 % |
| Niederlande | 1,7 Mio. | +2,4 % |
| Schweiz | 1,0 Mio. | –0,7 % |
„Das Interesse der Tirolerinnen und Tiroler am Urlaub im eigenen Land steigt weiter“, so Patricio Hetfleisch, Marketingleiter der Tirol Werbung.
Mit 400.000 Nächtigungen liegt Tirol im Inland sogar vor Frankreich (350.000) und dem Vereinigten Königreich (330.000).
Ganzjahrestourismus auf dem Vormarsch
Tirols Tourismusstrategie „Tiroler Weg“ zeigt Wirkung:
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Frühsommer (Mai/Juni 2025): +4 % (5,3 Mio. Nächtigungen)
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September 2025: +5,4 % (3,5 Mio. Nächtigungen)
„Die Entwicklung hin zu einem ausgeglichenen Ganzjahrestourismus trägt Früchte“, so Hetfleisch.
Ertragslage bleibt herausfordernd
Kostenbelastung dämpft Gewinne
Alois Rainer, Spartenobmann Tourismus & Freizeitwirtschaft (WKO Tirol):
„Unsere Betriebe sind leistungsfähig, aber die Ertragslage kann mit den gestiegenen Kosten nicht Schritt halten.“
Laut Tourismusbarometer:
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33 % der Betriebe konnten Kosten vollständig weitergeben
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40 % teilweise
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27 % gar nicht
Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Anteil der Betriebe, die alle Kosten weitergeben konnten, bei 43 %.
Positiv: Durch die neue Saisoniersregelung entspannt sich die Personalsituation leicht.
Zuversicht für die Wintersaison 2025/26
Buchungslage und Stimmung positiv
Laut Tourismusbarometer erwarten:
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82 % eine gleiche oder bessere Buchungslage als im Vorjahr
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16 % eine schlechtere
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Weihnachten & Neujahr sind besonders stark nachgefragt
Wirtschaftlich blicken die Betriebe optimistisch in den Winter:
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57 % erwarten stabile Ergebnisse
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30 % ein Umsatzplus
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11 % rechnen mit Einbußen
Marketing & internationale Präsenz
Die Tirol Werbung investiert rund 8 Millionen Euro in Kommunikationsmaßnahmen für den kommenden Winter.
Ein Highlight: Tirols Auftritt beim Austria House im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2026 in Cortina, gemeinsam mit dem Österreichischen Olympischen Comité (ÖOC).
Bildmaterial & Kontakt
📸 Bildmaterial: presse.tirol.at
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